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<title>Max Pauly</title>
</head>


<body background="Billeder/paper.gif">

<h1 align="center">Max Pauly</h1>

<table width="80%" border="0" align="center" cellspacing="0" cellpadding="0">
  <tr>
    <td>

      <p><img alt="----" align="middle" border="0" src="Billeder/RainbowLine.gif" width="100%" height="5" /></p>

<blockquote><em>Tysk industrimand og optiker. L&aelig;rte sig glasslibningens kunst og fik gennem Ernst Abbé ans&aelig;ttelse hos optikfirmaet Carl Zeiss. Nedenst&aring;ende gengives Max Wolfs nekrolog fra 1918. Det fremg&aring;r, at Pauly var en energisk person med mange interesser. Som industrimand fik hans opfindsomhed kulforbruget i den tyske sukkerindustri til at falde med 30% :-). Han fremstillede adskillige store linser, herunder Urania Observatoriets 10" linse, der dog ikke er med i Wolfs omtale i nekrologen.</em></blockquote>

<br />
<hr /><br />

<table border="1" width="100%">
<tr>
	<td align="center"><img src="Billeder/MaxPauly.jpg" border="0" width="624" height="603" alt="Max Pauly og hans kone" /></td>
</tr>
<tr align="left">
	<td><center>Max Pauly og hans kone.<br /><em>Udateret fotografi</em></center></td>
</tr>
</table>
<br />

<ul type="circle">
	<li><a href="#Nachruf">Nachruf</a> von Max Wolf</li>
	<li><a href="#Nekrolog">Nekrolog</a> af Max Wolf</li>
	<li><a href="#Redegoerelse">Redeg&oslash;relse</a> vedr&oslash;rende Urania-objektivet (Hans G. Beck, Jena)</li>
</ul>
<br /><hr /><br />

<a name="Nachruf"></a>
<h2>Max Pauly 1849-1917</h2>

<p>
Als Sohn eines Postsekret&auml;rs in Halle a. S. am 15. November 1849 geboren,
das &auml;lteste dreier Geschwister, zweier Sohne und einer Tochter, erlebte er eine
unruhige Jugend.</p>

<p>
Der Vater, ein heller Kopf, aber unsteter und heftiger Gem&uuml;tsart,
quittierte infolge von Reibungen den Postdienst und widmete sich geologischen
Studien. Er siedelte 1859 nach Harzgerode &uuml;ber, um dort die Leitung einer
privaten Bergbaugesellschaft zu &uuml;bernehmen. Der Berufswechsel ins Unsichere
bildete den Grund zu jahrelangen Unstimmigkeiten mit der kunstsinnigen und
seelenvollen Frau, ein Verh&auml;ltnis, das den Kindern den Sonnenschein der Jugend
verdunkelte.</p>

<p>
Max, ein schw&auml;chlicher Junge, kam 1858 in die Franksche Schule in Halle,
1859 in die Volksschule nach Harzgerode, 1862 fern vom Vaterhause in die
Realschule des Waisenhauses in Halle, 1863 in die Realschule in Halberstadt.
Von dort wurde er, trotzdem er ein hervorragender Sch&uuml;ler war, vom Vater, dem
es zu langsam zum Geldverdienen ging, 1866 zum Schlosser Dittmar, dem Nachbar
in Harzgerode, in die Lehre gegeben. 1867 kam der Junge als Schlosser in die
Maschinenfabrik von J. Billeter und sp&auml;ter zu Billeter &amp; Klunz in
Aschersleben.</p>

<p>
Das Jahr 1868 wurde verh&auml;ngnisvoll. Die Bergbaugesellschaft war verkracht,
der Vater brotlos, die Mutter durch eine Lahmung ans Bett gefesselt. Drei Jahre
mu&szlig;te der junge Pauly sein Brot als Schlossergeselle verdienen und die Familie
ern&auml;hren helfen. In dieser schweren Zeit gab ihm die innige Liebe zur Schwester
Lisbeth, die selbst aufopfernd die Mutter pflegte und das Haus versah, die
Kraft, allen Jammer zu tragen. Damals kn&uuml;pfte sich zwischen beiden Geschwistern
ein festes Band, das alle Lagen des Lebens durchhielt und r&uuml;hrende Fr&uuml;chte
trug.</p>

<p>
Anfang der siebziger Jahre fa&szlig;te der Vater Fu&szlig; in Halle. Die Verh&auml;ltnisse
besserten sich. In der Braunkohlen&ouml;l-Industrie entstand ihm ein guter
Verdienst, und als Erfinder des Grudebetriebes in den Familien ist er zum
bleibenden Wohlt&auml;ter des Harzes geworden.</p>

<p>
Max konnte die Gewerbeschule in Halberstadt beziehen, die er gl&auml;nzend
absolvierte. Sein Vater suchte ihn in der damals aufbl&uuml;henden Zuckerindustrie
unterzubringen. So kam er 1871 als Volont&auml;r zu dem ber&uuml;hmten Direktor
Bodenbender nach Wasserleben. Da dieser dem begabten J&uuml;ngling dringend zum
Studium riet, schickte ihn der Vater in der Folge auf die Universit&auml;ten Berlin
und Halle und die technische Hochschule in Berlin. Nach absolviertem Studium
wurde er Assistent bei Bodenbender, hielt dann 1 Semester Vorlesungen an der
Zuckerschule in Braunschweig, richtete 1875 die Zuckerfabrik Ciesar bei Florenz
ein und machte von seinen Ersparnissen Reisen durch Italien, 1876 promovierte
er in G&ouml;ttingen mit der Dissertation: &uuml;ber Amidoderivate des Benzophenons und
Azetons. »Sie haben mir m&auml;chtig auf den Zahn gef&uuml;hlt«, &auml;u&szlig;erte er sp&auml;ter
lachend, »aber ich schaffte es«. Nach einer Kampagne bei Bodenbender, mit dem
er eine Arbeit &uuml;ber die Glutamins&auml;ure ver&ouml;ffentlichte, trat er 1876 - 77 seine
erste Direktorstelle in Schwoitzsch b. H. an; aber schon 1878 &uuml;bernahm er die
Direktion der gro&szlig;en Zuckerfabrik Brottewitz b. M&uuml;hlberg a. d. Elbe.</p>

<p>
Hier in M&uuml;hlberg lebte er sich ein; 19 Jahre wirkte er hier ununterbrochen
organisierend, verbessernd und erweiternd. Von Jugend auf technisch
hervorragend begabt - mit 4 Jahren baute er eine alte Uhr zusammen, und mit 8
Jahren konstruierte er eine Sonnenuhr, die auch das Datum anzeigte -, durch
seine Schlosserzeit an die praktischen Griffe gewohnt, durch sein vielseitiges
Studium mit weitem Blick versehen, fand er &uuml;berall zu verbessern und Neues zu
erfinden. Sein damaliger Assistent, Direktor Steffens, berichtet von den ganz
neuartigen Maschinenanlagen, die damals geschaffen wurden, und den
durchgreifenden Verbesserungen in den damals &uuml;blichen Arbeitsverfahren. Pauly
allein geb&uuml;hrt das Verdienst, wie Prof. Herzfeld schreibt, das
Elutionsverfahren seinerzeit lebensf&auml;hig gemacht zu haben, indem er zeigte, da&szlig;
die Auslaugung des Melassekalkes nur unter Bewegung und nicht, wie Bodenbender
annahm, in der Ruhe m&ouml;glich ist. Pauly hat viele Verbesserungen in der
Zuckertechnik bekannt gegeben; erw&auml;hnt sei sein Transporteur zur F&uuml;llung der
Diffuseure. Das Hauptverdienst Paulys, das seinen Namen weltbekannt gemacht
hat, liegt in einer noch heute &uuml;berall verwandten Erfindung, die auf dem
Verkochen von Saften unter Druck beruhte, des »Paulykochers« (1889) einer
Erfindung, die &uuml;ber die Zuckerindustrie hinaus weitgehende Anregung
hinsichtlich der besseren Warmeausnutzung beim Verdampfen von Fl&uuml;ssigkeiten
gegeben hat. Wie segensreich sie gewirkt hat, geht daraus hervor, da&szlig; durch
ihre Initiative der Kohlenverbrauch in der Zuckerindustrie um 30 %
zur&uuml;ckgegangen ist.</p>

<p>
Eine eingehendere W&uuml;rdigung dieses Arbeitsgebietes von Pauly bleibt
Fachkreisen vorbehalten. In dieser Zeitschrift m&uuml;ssen wir eine andere T&auml;tigkeit
Paulys betonen.</p>

<p>
In M&uuml;hlberg gr&uuml;ndete auch Pauly die eigene Familie. In Dresden fand er die
Frau, der er in treuer Liebe anhing und die er Zeit seines Lebens auf H&auml;nden
trug. Von Klara, geb. K&uuml;hner, empfing er seinen Sohn und seine Tochter.</p>

<p>
Frau Paulys Interessen lagen zwar auf sch&ouml;ngeistigem Gebiet; sie verstand
es aber, sich in Paulys Interessen einzuleben und ihn im Verkehr mit seinen
Leuten zu unterst&uuml;tzen. Die ganze Fabrik bildete bald eine gro&szlig;e Familie, deren
Haupt Pauly und seine Frau waren, und die zahlreichen Besucher aus aller Welt,
die kamen, um Paulys Werk zu studieren, fanden immer ein gastfreies Haus, aus
dem das Scheiden schwer fiel.</p>

<p>
Eigent&uuml;mlichkeit Paulys war seine geistige Ruhelosigkeit und seine
Vielseitigkeit. Von Jugend auf ein leidenschaftlicher Schmetterlingssammler -
hat er doch um ein Haar sein Doktorexamen &uuml;ber der Jagd eines seltenen
Schmetterlings verpa&szlig;t -, ein eifriger Geologe, Botaniker und Photograph, verwandte
er sehr viel Zeit auf die Befriedigung dieser Liebhabereien und das damit
verbundene Studium. Seine Mikrophotographien erregten Aufsehen. Wenn er dabei
den Obstbaumschnitt und die Kultur als Meister beherrschte und als
Gefl&uuml;gelz&uuml;chter und Bienenvater von weither wegen seiner Musteranlagen
aufgesucht wurde, wenn er nah und fern wissenschaftliche Demonstrationsvortr&auml;ge
hielt, so ist es schwer zu begreifen, da&szlig; er dabei solch fundamental Leistungen
auf seinem Fachgebiet zustande bringen konnte.</p>

<p>
Es beherrschte ihn von Kindheit auf die Sehnsucht nach den Sternen, und es
&uuml;berkam ihn in diesen Jahren die Lust, sich selbst Linsen zur Beobachtung
anzufertigen. Er begann Anfangs der achtziger Jahre ganz im Stillen mit
kleineren Schleifversuchen und dem eifrigen Studium der praktischen Optik. Auf
einer Ausstellung (G&ouml;rlitz 1885) sah er ein Spiegelteleskop, dessen Spiegel ein
Herr v. Schlicht geschliffen und Herr G. Mei&szlig;ner in Potsdam montiert hatte. Das
veranla&szlig;te ihn, mit Herrn v. Schlicht, einen Liebhaber der praktischen Optik,
der auch f&uuml;r H. C. Vogel Spiegel und Objektivprismen angefertigt hat, in
Beziehung zu treten. Bei ihm, den er in Potsdam besuchte, lernte er die ersten
praktischen Kniffe der Fl&auml;chenbearbeitung. Sehr rasch arbeitete er sich in die
verschiedenen Methoden der Technik ein. Zwei intelligente Arbeiter aus der
Zuckerfabrik, der Schmied August Sch&auml;fer und der Maurer Karl Tauchnitz, wurden
f&uuml;r die Arbeit herangezogen, so da&szlig; der letztere die Schleifarbeit der erstere
besonders die mechanischen Arbeiten &uuml;bernahm. Zeitweise wurde noch eigene
Feinmechaniker angestellt. Die praktische Erfahrung seiner Schlosserzeit und
seine durch die Not gestalte Z&auml;higkeit bef&auml;higten Pauly rasch, viele
Schwierigkeit zu &uuml;berwinden, die viele andere abgeschreckt haben, und sehr bald
betrieb er die Schleiferei nicht mehr, um sich Fernrohre zum Beobachten zu
bauen, sondern weg des Schleifens und Pr&uuml;fens selbst, die ihn ganz in ihren
Bann zogen. Sein charakteristischer Ausspruch: »Zucker machen kann jeder, aber
der Zucker, den ich mache, soll der beste sein«, gab ihm auch hier den Ma&szlig;stab.</p>

<p>
Eigene Methoden der Rohbearbeitung des Glases, eigene Methoden zur
Untersuchung des Materials und der Fl&auml;chen wurden ersonnen. Oberstes Prinzip
war Pauly, entgegen anderen Anschauungen, wenn irgend m&ouml;glich die Form der
Linsen streng der Rechnung entsprechend in aller Sch&auml;rfe auszuf&uuml;hren und nur
die durch Inhomogenit&auml;ten bedingte empirische Korrektion vorzunehmen, worin ihm
allerdings kein zweiter gleich kam. Aluminiumtaster bisher ungekannter
Genauigkeit und neu Pr&uuml;fungsapparate aller Art wurden konstruiert. Die Radien
lie&szlig; er sich meist von einem befreundeten Oberlehrer in Leipzig und sp&auml;ter von
ihm bekannten j&uuml;ngeren Optikern in Jena rechnen, obwohl er sich anfangs auch
selbst in Rechnungen versuchte. Besonderes Gewicht legte er auf die Vermeidung
von Zonen und ersann besondere Kunstgriffe, ihr Entstehen m&ouml;glichst gleich zu
erkennen und zu verh&uuml;ten. Die extrafokalen Bilder seiner sp&auml;teren Objektive
zeigten eine bis dahin unerh&ouml;rte Zonenfreiheit, die jeden Astronomen erstaunen
machte. Ebenso erkannte Pauly bald da&szlig; eine gro&szlig;e Fehlerquelle bei den meisten
Optikern durch die Verspannung der Linsen beim Auffuttern entstand. Er vermied
daher das Kitten m&ouml;glichst bei gro&szlig;en Linsen oder, wo er Kitten mu&szlig;te,
verwandte er die gr&ouml;&szlig;te Sorgfalt, um Spannungen zu vermeiden. Sp&auml;ter ersann er
auch ein eigenes Verfahren, die strenge Parabelform seinen Hohlspiegeln zu
erzielen.</p>

<p>
Bis Anfang der neunziger Jahre sind nur Maschinen mit Hand- und Fu&szlig;betrieb
verwendet worden; von da ab traten Maschinen mit Kraftantrieb an ihre Stelle,
die im Keller seines Wohnhauses aufgestellt wurden. Eine Poliermaschine f&uuml;r
Fl&auml;chen bis 600 mm entstand 1895.</p>

<p>
Es kam mit der Zeit eine Menge von Feinoptik aus dieser Liebhaberwerkst&auml;tte:
Teleskopspiegel, Prismen, Prismens&auml;tze, Fernrohrobjektive und Okulare aller
Art. Eine Anzahl ging an Mei&szlig;ner in Berlin und andere, die sie montierten und
verkauften. Eine Reihe von Linsen ging aber unmittelbar an Liebhaber der
Himmelskunde, und zwar meist so gut wie ohne Zahlung. Sobald Pauly &uuml;berzeugt
war, da&szlig; der Betreffende ernstlich wissenschaftlich sich bet&auml;tigte und
mittellos war, kannte seine Freigebigkeit kaum eine Grenze. Von den
Erzeugnissen dieser Periode seien erw&auml;hnt: ein 6&quot; Objektivprisma f&uuml;r
O'Gyalla (1886) und die beiden 10&quot; Objektivprismen f&uuml;r O'Gyalla; und
Hereny (1893) deren einem wir v. Gothards Nebelspektren verdanken, das 8&quot;
Objektiv f&uuml;r den eigenen Gebrauch (1888), ein 6&quot; Objektiv f&uuml;r Grinenko und
ein gleiches f&uuml;r Fauth (1891).</p>

<p>
In die Jahre 91-94 fallen Paulys Versuche mit Apochromaten aus den neuen
Gl&auml;sern Schotts, die, bei vollem optischen Erfolg, zwar die Unbest&auml;ndigkeit
dieser ersten neuen Glassorten erwiesen, zugleich aber die Anregung zur
Fortsetzung der erfolgreichen Schmelzversuche Dr. Schotts bildeten. Es entstand
u. a. damals ein 7&quot; Apochromat f&uuml;r die Jenaer Sternwarte, ein 6&quot;
Apochromat fur die Berliner Urania, der 7&quot; Apochromat f&uuml;r Fauth, mit
welchem die Parallelbeobachtungen Fauths mit Brenner ausgef&uuml;hrt wurden. Versuche
mit Gau&szlig;-Objektiven folgten, denen auch indirekt der 25 cm-Achromat des
Unterzeichneten seine Entstehung verdankte.</p>

<p>
Anfang der neunziger Jahre wurde fur die eigene Sternwarte nach Entw&uuml;rfen
seines Freundes v. Konkoly der 8-Z&ouml;ller montiert und eine primitive Kuppel
gebaut. Ein Passageninstrument von v. Gothard und eine Strassersche Pendeluhr
vervollst&auml;ndigten die kleine Sternwarte Paulys, auf der eifrig Sonne und
Planeten beobachtet wurden, die aber haupts&auml;chlich der Pr&uuml;fung neuer Apparate
diente.</p>

<p>
Durch die Beziehungen mit den Optikern in Jena und mit Dr. Schott kam Pauly
mit Abbe in Ber&uuml;hrung, der in der selbstlosen, begeisterten Arbeit Paulys sein
sympathisches Gegenst&uuml;ck fand. Als daher in Abbe, durch Freunde angeregt, sich
der Gedanke gefestigt hatte, beim Zei&szlig;-Werk die Herstellung astronomischer
Instrumente aufzunehmen, war es naheliegend, da&szlig; er versuchte, Pauly fur das
Vorhaben zu gewinnen.</p>

<p>
Paulys Gesundheit hatte durch den Doppelberuf recht gelitten. Er war, wie
Sterten berichtet, trotz der vielseitigen Besch&auml;ftigung die erste Autorit&auml;t in
seinem eigentlichen Beruf geblieben und hatte die Fabrik, dem stark
anwachsenden Betrieb entsprechend, fortw&auml;hrend erweitert und auf h&ouml;chster H&ouml;he
erhalten. Der Arzt riet ihm, eine seiner T&auml;tigkeiten aufzugeben. Er entschied
sich zugunsten der Optik. ,,Zucker machen k&ouml;nne auch ein anderer, gro&szlig;e Linsen
schleifen aber nicht”, meinte er. Auch der Wunsch, die heranwachsenden Kinder
in der Schulzeit im Hause behalten zu konnen, spielte mit.</p>

<p>
So folgte Pauly dem Ruf nach Jena und &uuml;bernahm es, als Teilhaber, eine
astronomische Abteilung am Zei&szlig;-Werk ins Leben zu rufen f 1. April 1897 Sowohl
Sch&auml;fer als Tauchnitz begleiteten ihn. Sie waren in der Folge seine treuen und
unerm&uuml;dlichen Helfer, auf deren Geschicklichkeit und Erfahrung er sich
verlassen durfte.</p>

<p>
Es wurde Pauly nicht leicht, aus der selbst&auml;ndigen Stellung als Direktor
einer der gr&ouml;&szlig;ten Zuckerfabriken sich in die doch abh&auml;ngige Stellung im
Zei&szlig;-Werk hineinzufinden, und es war f&uuml;r ihn - den gro&szlig;en Organisator und
unternehmenden Geschaftsmann - entschieden ein Fehler; nach dem Tode des gro&szlig;en
Abbe seine Teilhaberschaft aufzugeben, um Zei&szlig;scher Beamter zu werden.</p>

<p>
Unter manchen Schwierigkeiten, die besonders der von Pauly noch nicht
beherrschte mechanische Instrumentenbau verursachte, wurden die ersten gr&ouml;&szlig;eren
Instrumente konstruiert und neue Arbeitsmaschinen eingerichtet.</p>

<p>
In emsiger Arbeit verstrich die Zeit, in stetem Gedankenaustausch mit dem
genialen Abbe vervollkommneten sich Methoden und Einrichtung. &uuml;berall fand der
stille Beobachter zu jener Zeit die Spuren Paulys auch in den anderen
Abteilungen des Zei&szlig;-Werkes. Ohne es zu wollen und ohne, da&szlig; es die meisten
merkten, hafteten Paulys Anregungen und trieben Fr&uuml;chte.</p>

<p>
Die Theoretiker H. Martin und A. K&ouml;nig leisteten begeistert Unterst&uuml;tzung
mit neuen optischen Rechnungen; Herr Orth versuchte sein bestes in
feinmechanischen Konstruktionen.</p>

<p>
In dem Astronomen W. Villinger (1902) und dem Ingenieur Fr. Meyer (1903)
verstand Pauly originelle Helfer f&uuml;r Optik und Instrumentenbau zu finden und
stellte so zwei hervorragende M&auml;nner an die richtigen Stellen.</p>

<p>
Die Abteilung sicherte sich bald durch ihre Arbeiten gro&szlig;es Ansehen in der
astronomischen Welt. Auch die im wesentlichen von Pauly selbst konstruierten
Aussichtsfernrohre oder milit&auml;rischen Lichtsignalapparate verbreiteten den Ruf
der Anstalt in weitere Kreise.</p>

<p>
Von gr&ouml;&szlig;eren Instrumenten, die unter Pauly aus dem neuen Institut
hervorgingen, erw&auml;hne ich: den dreifachen 150, 120, 120 mm-Refraktor f&uuml;r Simeis
(00-04), das 720 mm-Spiegelteleskop f&uuml;r den K&ouml;nigstuhl (01-04), das 640 mm-
Objektivprisma f&uuml;r die Kap-Sternwarte (02) das Zenitteleskop f&uuml;r die Jenaer
Sternwarte (04-06), das 400 mm-Spiegelteleskop f&uuml;r Innsbruck (03-05), ein 1000
mm-Spiegelteleskop f&uuml;r Bergedorf (08-11), den 145 mm-UV-Petzval mit 15° und 10°
Objektivprismen f&uuml;r das Yerkes-Observatory (05, 11), den dreifachen 360
mm-Refraktor f&uuml;r Neuchatel (08-10), das ?&quot; Objektiv f&uuml;r die Berliner
Sternwarte (08-11), die 350 und 300 mm-Objektive f&uuml;r Z&uuml;rich (08-11), den 340
mm-Astrographen f&uuml;r Bergedorf (09-11), den 650 mm-Refraktor f&uuml;r Babelsberg und
das 1914 begonnene, wegen des Krieges unvollendete 1200 mm-Spiegelteleskop f&uuml;r
das gleiche Institut.</p>

<p>
So ist in diesen 14 Jahren durch Pauly und seine Mitarbeiter die Gro&szlig;optik
in Deutschland zu unerwarteter und sich immer steigernder Entfaltung gelangt,
und ihr Aufbl&uuml;hen wird dauernd an den Namen Pauly gekn&uuml;pft sein.</p>

<p>
Pauly, dessen Gesundheit in den Letzten Jahren sichtlich zur&uuml;ckging, und
der sich aus verschiedenen Gr&uuml;nden in seiner Stellung nicht mehr wohl f&uuml;hlte,
l&ouml;ste 1912 seine Beziehungen zum Zei&szlig;-Werk.</p>

<p>
Die letzten Jahre seines Lebens widmete er sich fast ganz seiner Frau und
seinen Kindern. In aller Stille aber pflegte er seine alte Wissenschaft, die
Chemie: Er arbeitete eifrig &uuml;ber Kolloide. Leider schritt seine Krankheit, die
durch die Aufregungen und Entbehrungen des Krieges Nahrung erhielt, rasch
weiter. Sein fr&uuml;her so unvergleichlicher, goldiger Humor, der ihn seinen
Freunden so wertvoll machte, hatte ihn verlassen. Wehmutsvoll und gebeugt durch
die Leiden erwartete er den Tod, der ihn uns am 26. April 1917 entri&szlig;.</p>

<p>
Pauly verstand es wie wenige, die F&auml;higkeiten von Leuten zu erkennen und
sie f&uuml;r einen Zweck zu begeistern. Vor keiner Schwierigkeit scheute er zur&uuml;ck;
alles, was er in die Hand nahm, ging schlie&szlig;lich, wenn auch oft nach vielen
Verbesserungen. Alle Probleme wu&szlig;te er mit ideenreichem Scharfblick von den
verschiedenen Seiten anzupacken. In allem, was er angriff brachte er es zu
einer Meisterschaft, aber die Vielseitigkeit war ihm stets Gefahr; sie hinderte
ihn wohl, noch h&ouml;her zu steigen.</p>

<p>
Von Manchen, die ihn nicht aus n&auml;chster Nahe kannten, ist die geistige
Bedeutung Paulys nicht recht erfa&szlig;t worden. Das kommt daher, da&szlig; er, im Umgang
ein bescheidener und stiller Mensch, sich nirgends vordr&auml;ngte, aber doch bei
jedem Umgang stets der anregende und gebende Teil war, ohne da&szlig; es die meisten
wurden.</p>

<table border="1" width="100%">
<tr>
	<td align="center"><img src="Billeder/Astrowerkstatt um 1904.jpg" border="0" width="620" height="459" alt="Astrowerkstatt um 1904" /></td>
	<td align="center"><img src="Billeder/Max Wolf.jpg" border="0" width="191" height="297" alt="Max Wolf" />
  </td>
</tr>
<tr align="left">
	<td><center>Astronomische Werkstaat Paulis, um 1904</center></td>
	<td><center>Max Wolf, Direktor der Sternwarte Heidelberg-Königstuhl</center></td>
</tr>
</table>


<p><font size="-1">K&ouml;nigstuhl 1918 Juli. Max Wolf</font></p>


<br /
><hr />
<br />



<a name="Nekrolog"></a>
<h3>Under overs&aelig;ttelse af Holger Nielsen</h3>
<br />
<h2>Max Pauly 1849-1917</h2>

<p>
Han blev f&oslash;dt den 15. november 1849 som s&oslash;n af en postsekret&aelig;r i Halle an der Saale; han var den &aelig;ldste af tre s&oslash;skende, havde to br&oslash;dre og oplevede en ungdom fyldt af uro.</p>

<p>
Faderen, som var et lyst hovede, men af en ustadig og heftig natur, opsagde p&aring; grund af gnidninger sin stilling ved postv&aelig;senet og widmete sich geologiske studier. I 1859 flyttede han til Harzgerode for der at overtage ledelsen af et privat bjergv&aelig;rk. Overgangen til en usikker stilling lagde grunden til &aring;relange misstemninger med den kunstsinnige og sj&aelig;lefulde kone, et forhold som ber&oslash;vede b&oslash;rnene deres ungdoms solskin..</p>

<p>
Max, der var en svagelig dreng, kom i 1858 i Franksche Schule i Halle, 1859 i folkeskolen i Harzgerode, 1862 fjernt hjemmefra i realskolen p&aring; Vajsenhuset i Halle, 1863 i realskolen i Halberstadt. Derfra blev han, p&aring; trods af, at han var en fremragende elev, af faderen, for hvem det gik for langsomt med at tjene pange, i 1866 sat i l&aelig;re hos kleinsmeden Dittmar, deres nabo i Harzgerode. I 1867 blev den unge mand kleinsmed i J. Billeters maskinfabrik og senere hos Billeter &amp; Klunz i Aschersleben.</p>

<p>
&Aring;ret 1868 blev sk&aelig;bnesvangert. Bjergv&aelig;rksselskabet var g&aring;et konkurs, faderen stod uden arbejde, moderen blev l&aelig;nket til sengen af en lammelse. I tre &aring;r m&aring;tte den unge Pauly tjene sit br&oslash;d som kleinsmedel&aelig;rling og hj&aelig;lpe med til at ern&aelig;re familien. I denne sv&aelig;re tid gav hans dybtf&oslash;lte k&aelig;rlighed til s&oslash;steren Lisbeth, som selvopofrende passede den syge mor og holdt hus, kraften til at b&aelig;re al elendighed. Dengang blev der knyttet et fast b&aring;nd mellem de to s&oslash;skende, et b&aring;nd som hold gennem livets genvordigheder og bar r&oslash;rende frugter.</p>

<p>
I begyndelsen af halvfjerdserne fik faderen forf&aelig;ste i Halle. Forholdene forbedredes. Han opn&aring;ede en god fortjeneste i brunkulsolieindustrien, og som opfinder af Grudebetriebes i familierne er han blevet Harzens varige godg&oslash;rer.</p>

<p>
Max konnte die Gewerbeschule in Halberstadt beziehen, die er gl&auml;nzend
absolvierte. Sein Vater suchte ihn in der damals aufbl&uuml;henden Zuckerindustrie
unterzubringen. So kam er 1871 als Volont&auml;r zu dem ber&uuml;hmten Direktor
Bodenbender nach Wasserleben. Da dieser dem begabten J&uuml;ngling dringend zum
Studium riet, schickte ihn der Vater in der Folge auf die Universit&auml;ten Berlin
und Halle und die technische Hochschule in Berlin. Nach absolviertem Studium
wurde er Assistent bei Bodenbender, hielt dann 1 Semester Vorlesungen an der
Zuckerschule in Braunschweig, richtete 1875 die Zuckerfabrik Ciesar bei Florenz
ein und machte von seinen Ersparnissen Reisen durch Italien, 1876 promovierte
er in G&ouml;ttingen mit der Dissertation: &uuml;ber Amidoderivate des Benzophenons und
Azetons. »Sie haben mir m&auml;chtig auf den Zahn gef&uuml;hlt«, &auml;u&szlig;erte er sp&auml;ter
lachend, »aber ich schaffte es«. Nach einer Kampagne bei Bodenbender, mit dem
er eine Arbeit &uuml;ber die Glutamins&auml;ure ver&ouml;ffentlichte, trat er 1876 - 77 seine
erste Direktorstelle in Schwoitzsch b. H. an; aber schon 1878 &uuml;bernahm er die
Direktion der gro&szlig;en Zuckerfabrik Brottewitz b. M&uuml;hlberg a. d. Elbe.</p>

<p>
Hier in M&uuml;hlberg lebte er sich ein; 19 Jahre wirkte er hier ununterbrochen
organisierend, verbessernd und erweiternd. Von Jugend auf technisch
hervorragend begabt - mit 4 Jahren baute er eine alte Uhr zusammen, und mit 8
Jahren konstruierte er eine Sonnenuhr, die auch das Datum anzeigte -, durch
seine Schlosserzeit an die praktischen Griffe gewohnt, durch sein vielseitiges
Studium mit weitem Blick versehen, fand er &uuml;berall zu verbessern und Neues zu
erfinden. Sein damaliger Assistent, Direktor Steffens, berichtet von den ganz
neuartigen Maschinenanlagen, die damals geschaffen wurden, und den
durchgreifenden Verbesserungen in den damals &uuml;blichen Arbeitsverfahren. Pauly
allein geb&uuml;hrt das Verdienst, wie Prof. Herzfeld schreibt, das
Elutionsverfahren seinerzeit lebensf&auml;hig gemacht zu haben, indem er zeigte, da&szlig;
die Auslaugung des Melassekalkes nur unter Bewegung und nicht, wie Bodenbender
annahm, in der Ruhe m&ouml;glich ist. Pauly hat viele Verbesserungen in der
Zuckertechnik bekannt gegeben; erw&auml;hnt sei sein Transporteur zur F&uuml;llung der
Diffuseure. Das Hauptverdienst Paulys, das seinen Namen weltbekannt gemacht
hat, liegt in einer noch heute &uuml;berall verwandten Erfindung, die auf dem
Verkochen von Saften unter Druck beruhte, des »Paulykochers« (1889) einer
Erfindung, die &uuml;ber die Zuckerindustrie hinaus weitgehende Anregung
hinsichtlich der besseren Warmeausnutzung beim Verdampfen von Fl&uuml;ssigkeiten
gegeben hat. Wie segensreich sie gewirkt hat, geht daraus hervor, da&szlig; durch
ihre Initiative der Kohlenverbrauch in der Zuckerindustrie um 30 %
zur&uuml;ckgegangen ist.</p>

<p>
En indg&aring;ende v&aelig;rdigelse af dette af Paulys arbejdsomr&aring;der m&aring; forbeholdes fagkredse. I dette tidsskrift m&aring; vi l&aelig;gge v&aelig;gten p&aring; en anden af Paulys besk&aelig;ftigelser.</p>

<p>
I M&uuml;hlberg stiftede Pauly ogs&aring; sin egen familie. I Dresden fandt han den kone, som  er in treuer Liebe anhing og livet igennem bar p&aring; h&aelig;nder. Af Klara, f. K&uuml;hner, modtog han sin s&oslash;n og sin datter.</p>

<p>
Fru Paulys interesser l&aring; inden for de sk&oslash;nne kunster; men hun forstod at leve sig ind i Paulys interesser og underst&oslash;ttede ham i omgangen med hans folk. Hele fabrikken udgjorde snart en stor familie, hvis overhovede var Pauly og hans kone, og de talrige bes&oslash;gende fra hele verden, som kom for at studere Paulys arbejde, fandt altid et g&aelig;stfrit hus, som det var sv&aelig;rt at forlade igen.</p>

<p>
Eigent&uuml;mlichkeit Paulys war seine geistige Ruhelosigkeit und seine
Vielseitigkeit. Von Jugend auf ein leidenschaftlicher Schmetterlingssammler -
hat er doch um ein Haar sein Doktorexamen &uuml;ber der Jagd eines seltenen
Schmetterlings verpa&szlig;t -, ein eifriger Geologe, Botaniker und Photograph, verwandte
er sehr viel Zeit auf die Befriedigung dieser Liebhabereien und das damit
verbundene Studium. Seine Mikrophotographien erregten Aufsehen. Wenn er dabei
den Obstbaumschnitt und die Kultur als Meister beherrschte und als
Gefl&uuml;gelz&uuml;chter und Bienenvater von weither wegen seiner Musteranlagen
aufgesucht wurde, wenn er nah und fern wissenschaftliche Demonstrationsvortr&auml;ge
hielt, so ist es schwer zu begreifen, da&szlig; er dabei solch fundamental Leistungen
auf seinem Fachgebiet zustande bringen konnte.</p>

<p>
Es beherrschte ihn von Kindheit auf die Sehnsucht nach den Sternen, und es
&uuml;berkam ihn in diesen Jahren die Lust, sich selbst Linsen zur Beobachtung
anzufertigen. Er begann Anfangs der achtziger Jahre ganz im Stillen mit
kleineren Schleifversuchen und dem eifrigen Studium der praktischen Optik. Auf
einer Ausstellung (G&ouml;rlitz 1885) sah er ein Spiegelteleskop, dessen Spiegel ein
Herr v. Schlicht geschliffen und Herr G. Mei&szlig;ner in Potsdam montiert hatte. Das
veranla&szlig;te ihn, mit Herrn v. Schlicht, einen Liebhaber der praktischen Optik,
der auch f&uuml;r H. C. Vogel Spiegel und Objektivprismen angefertigt hat, in
Beziehung zu treten. Bei ihm, den er in Potsdam besuchte, lernte er die ersten
praktischen Kniffe der Fl&auml;chenbearbeitung. Sehr rasch arbeitete er sich in die
verschiedenen Methoden der Technik ein. Zwei intelligente Arbeiter aus der
Zuckerfabrik, der Schmied August Sch&auml;fer und der Maurer Karl Tauchnitz, wurden
f&uuml;r die Arbeit herangezogen, so da&szlig; der letztere die Schleifarbeit der erstere
besonders die mechanischen Arbeiten &uuml;bernahm. Zeitweise wurde noch eigene
Feinmechaniker angestellt. Die praktische Erfahrung seiner Schlosserzeit und
seine durch die Not gestalte Z&auml;higkeit bef&auml;higten Pauly rasch, viele
Schwierigkeit zu &uuml;berwinden, die viele andere abgeschreckt haben, und sehr bald
betrieb er die Schleiferei nicht mehr, um sich Fernrohre zum Beobachten zu
bauen, sondern weg des Schleifens und Pr&uuml;fens selbst, die ihn ganz in ihren
Bann zogen. Sein charakteristischer Ausspruch: »Zucker machen kann jeder, aber
der Zucker, den ich mache, soll der beste sein«, gab ihm auch hier den Ma&szlig;stab.</p>

<p>
Eigene Methoden der Rohbearbeitung des Glases, eigene Methoden zur
Untersuchung des Materials und der Fl&auml;chen wurden ersonnen. Oberstes Prinzip
war Pauly, entgegen anderen Anschauungen, wenn irgend m&ouml;glich die Form der
Linsen streng der Rechnung entsprechend in aller Sch&auml;rfe auszuf&uuml;hren und nur
die durch Inhomogenit&auml;ten bedingte empirische Korrektion vorzunehmen, worin ihm
allerdings kein zweiter gleich kam. Aluminiumtaster bisher ungekannter
Genauigkeit und neu Pr&uuml;fungsapparate aller Art wurden konstruiert. Die Radien
lie&szlig; er sich meist von einem befreundeten Oberlehrer in Leipzig und sp&auml;ter von
ihm bekannten j&uuml;ngeren Optikern in Jena rechnen, obwohl er sich anfangs auch
selbst in Rechnungen versuchte. Besonderes Gewicht legte er auf die Vermeidung
von Zonen und ersann besondere Kunstgriffe, ihr Entstehen m&ouml;glichst gleich zu
erkennen und zu verh&uuml;ten. Die extrafokalen Bilder seiner sp&auml;teren Objektive
zeigten eine bis dahin unerh&ouml;rte Zonenfreiheit, die jeden Astronomen erstaunen
machte. Ebenso erkannte Pauly bald da&szlig; eine gro&szlig;e Fehlerquelle bei den meisten
Optikern durch die Verspannung der Linsen beim Auffuttern entstand. Er vermied
daher das Kitten m&ouml;glichst bei gro&szlig;en Linsen oder, wo er Kitten mu&szlig;te,
verwandte er die gr&ouml;&szlig;te Sorgfalt, um Spannungen zu vermeiden. Sp&auml;ter ersann er
auch ein eigenes Verfahren, die strenge Parabelform seinen Hohlspiegeln zu
erzielen.</p>

<p>
Frem til begyndelsen af halvfemserne blev der kun anvendt maskiner, som var h&aring;nd- eller foddrevne; men de blev 
da af erstattet af maskiner med Kraftantrieb opstillet i k&aelig;lderen p&aring; hans hus. En poleringsmaskine til flader 
p&aring; op til 600 mm [i diameter] blev bygget i 1895.</p>

<p>
Med tiden blev der fremstillet en m&aelig;ngde finoptik i dette hobbyv&aelig;rksted [Liebhaberwerkst&auml;tte]: 
Kikkertspejle, prismer, prismes&aelig;t, kikkertobjektiver og okularer af enhver art. En del heraf gik til 
Teleskopspiegel, Prismen, Prismens&auml;tze, Fernrohrobjektive und Okulare aller
Mei&szlig;ner i Berlin og andre, der monterede og solgte dem. Men en r&aelig;kke linser gik umiddelbart 
videre til Liebhaber der Himmelskunde, og det for det meste s&aring; godt som uden beregning. S&aring; snart Pauly var 
blevet overbevist om, at den p&aring;g&aelig;ldend alvrligt arbejdede p&aring; videnskabelig grund og stod uden midler, var der 
n&aelig;sten ingen gr&aelig;nse for hans Freigebigkeit. Fra frmbringelserne i denne tid b&oslash;r n&aelig;vnes: et 6&quot; objektivprisme
til O'Gyalla (1886) og de to 10&quot; objektivprismer til O'Gyalla; og Hereny (1893), den ene af hvilke vi kan 
takke for von Gothards t&aring;gespektre, desuden 8&quot; objektivet til eget brug (1888), et 6&quot; objektiv til 
Grinenko og et ligedant til Fauth (1891).</p>

<p>
In die Jahre 91-94 fallen Paulys Versuche mit Apochromaten aus den neuen
Gl&auml;sern Schotts, die, bei vollem optischen Erfolg, zwar die Unbest&auml;ndigkeit
dieser ersten neuen Glassorten erwiesen, zugleich aber die Anregung zur
Fortsetzung der erfolgreichen Schmelzversuche Dr. Schotts bildeten. Es entstand
u. a. damals ein 7&quot; Apochromat f&uuml;r die Jenaer Sternwarte, ein 6&quot;
Apochromat fur die Berliner Urania, der 7&quot; Apochromat f&uuml;r Fauth, mit
welchem die Parallelbeobachtungen Fauths mit Brenner ausgef&uuml;hrt wurden. Versuche
mit Gau&szlig;-Objektiven folgten, denen auch indirekt der 25 cm-Achromat des
Unterzeichneten seine Entstehung verdankte.</p>

<p>
Til Paulys eget obervatorium blev der i begyndelsen af halvfemserne efter udkast af vennen v. Konkoly monteret
en 8-tommer og bygget en primitiv kuppel. Et passageninstrument af von Gothard og et Strasser-pendulur fuldst&aelig;ndiggjorde Paulys lille observatorium fra hvilket Solen og planeterne blev iagttaget ivrigt, men som hovedsageligt tjente til afpr&oslash;vning af nye instrumenter.</p>

<p>
Gennem sine kontakter med optikerne i Jena og med Dr. Schott kom Pauly i forbindelse med Abbe, der i 
Paulys uegennyttige og begejstrede arbejde fandt sit sympatiske modstykke. Da der derfor gennem venners
tilskyndelse havde bestyrket sig den tanke, at p&aring;begynde fremstillingen af astronomiske instrumenter i 
Zei&szlig;-fabrikken, var det n&aelig;rliggende for ham, at fors&oslash;ge at vinde Pauly for foretagendet.</p>

<p>
Paulys helbred havde lidt en del skade p&aring; grund af den dobbelte stilling. P&aring; trods af de mangeartede g&oslash;rem&aring;l 
var han, som Sterten beretter, forblevet den &oslash;verste autoritet inden for sit egentlige erhverv og havde 
svarende til den st&aelig;rkt voksende oms&aelig;tning forl&oslash;bende udviddet fabrikken og opretholdt den p&aring; h&oslash;jeste h&oslash;jde. 
L&aelig;gen r&aring;dede ham til at opgive den ene af side besk&aelig;ftigelser. Han besluttede sig til fordel for optikken. 
"En anden kan ogs&aring; lave sukker, men ikke slibe st&oslash;rre linser", mente han. Ogs&aring; &oslash;nsket om at beholde de 
[voksende] b&oslash;rn hjemme i huset i deres skole&aring;r spillede ind.</p>

<p>
Pauly fulgte nu kaldet mod Jena og tog det p&aring; sig som kompagnon at oprette en astronomisk afdeling p&aring; 
Zei&szlig;-fabrikken den 1. april 1897. S&aring;vel Sch&auml;fer som Tauchnitz ledsagede ham. De var herefter 
hans trofaste og utr&aelig;ttelige hj&aelig;lpere p&aring; hvis beh&aelig;ndighed og erfaring han kunne have tillid til.</p>

<p>
Der var ikke let for Pauly at omstille sig fra den selvst&aelig;ndige stilling som direkt&oslash;r for en af de st&oslash;rste
sukkerfabrikker til en dog afh&aelig;nging stilling p&aring; Zei&szlig;-fabrikkerne, og det var for ham - den store organisator
og gesk&aelig;ftigede forretningsmand - s&aring; afgjort en fejl; at skulle opgive sit [medejerskab] efter den store 
Abbe for at blive embedsmand hos Zei&szlig;.</p>

<p>Under store vanskeligheder, som is&aelig;r skyldtes, at Pauly endnu ikke beherskede mekanisk instrumentbygning, 
blev de f&oslash;rste store instrumenter konstrueret, og der blev indrettet nye arbejdsmaskiner.</p>

<p>
Tiden gik med emsigt arbejde, og gennem en stadig udveksling af tanker med den geniale Abbé blev metoder og indretninger fuldkommengjorte. Overalt kunne den stille iagttager finde spor efter Paulys virke, ogs&aring; i andre afdelinger af Zeiss-fabrikkerne. Uden at han ville det og uden at de fleste bem&aelig;rkede det, blev Paulys tilskyndelser h&aelig;ngende og bar frugt.</p>

<p>
Teoretikerne H. Martin og A. K&ouml;nig ydede begejstret st&oslash;tte med nye optiske beregninger; herr Orth 
gav sit bedste i finmekaniske konstruktioner.</p>

<p>
Pauly forstod af finde originale hj&aelig;lpere inden for optik og instrumentbygning, nemlig astronomen W. Villinger 
(1902) og ingeni&oslash;ren Fr. Meyer (1903), og satte s&aring;ledes to fremragende m&aelig;nd p&aring; de rette steder.</p>

<p>
Gennem sit arbejde sikrede afdelingen sig snart stor anseelse inden for astronomiske kredse. Ogs&aring; de 
udsigtskikkerter og milit&aelig;re lyssignalapparater, som stort set blev konstrueret af Pauly selv, hjalp til at udbrede afdelingens gode ry i vide kredse.</p>

<p>
Af st&oslash;rre instrumenter, som under Payly udgik fra det nye institut, n&aelig;vner jeg: den tredobbelte 150, 120, 120 
mm refraktor til Simeis (00-04), 720 mm spejlteleskop til K&ouml;nigstuhl (01-04), 640 mm objektivprismet til 
Kap-observatoriet (02), zenitteleskopet til observatoriet i Jena (04-06), et 400 mm spejlteleskop til Innsbruck 
(03-05), et 1000 mm spejlteleskop til Bergedorf (08-11), en 145 mm UV-Petzval med 15° og 10° objektivprismer til 
Yerkes-Observatory (05, 11), den tredobbelte 360 mm refraktor til Neuchatel (08-10),  ?&quot; objektivet til 
Berlins observatorium (08-11), 350 og 300 mm objektiverne til Z&uuml;rich (08-11), 340 mm astrografen til Bergedorf 
(09-11), 650 mm refraktoren til Babelsberg und den i 1914 p&aring;begyndte, men p&aring; grund af krigen ufuldendte, 1200 
mm spejlteleskop til det samme institut.</p>

<p>
Gennem Paulys og hans medarbejderes indsats har storoptikken i Tyskland gennem disse 14 &aring;r overraskende udviklet sig mere og mere, og dens opblomstring vil stedse v&aelig;re knyttet til navnet Pauly.</p>

<p>
Paulys sundhedstilstand gik i de seneste &aring;r synligt tilbage og af forskellige grunde f&oslash;lte han sig ikke l&aelig;ngere vel tilpas i sin stilling; i 1912 fratr&aring;dte han sit hverv ved Zeis-fabrikkerne.</p>

<p>
De sidste &aring;r af sit liv helligede han n&aelig;sten helt til sin kone og sine b&oslash;rn. Men i al stilhed holdt han sin gamle videnskab, kemien, ved lige: Han arbejdede ivrigt med kolloider. Desv&aelig;rre forv&aelig;rredes hans sygdom, der fik n&aelig;ring af af krigen betingede genvordigheder og mangler. Den uforlignelige, gyldne humor, som tidligere var blevet s&aring; p&aring;sk&oslash;nnet af hans venner, havde forladt ham. Wehmutsvoll og b&oslash;jet af lidelserne afventede han d&oslash;den, der rev ham fra os den 26. april 1917.</p>

<p>
Som f&aring; kunne Pauly erkende evnerne hos folk og begejstre dem for et form&aring;l. Han veg ikke tilbage for nogen vanskelighed; alt hvad han p&aring;tog sig blev gennemf&oslash;rt, omend ofte efter mange forbedringer. Han forstod at angribe alle problemer med iderigdom og et skarpt blik og fra mange forskellige sider. Alt hvad han tog i angreb, kom han til at mestre, men alsidigheden var ogs&aring; en fare for ham; den forhindrede ham nok i at n&aring; endnu h&oslash;jere.</p>

<p>
Mange, som ikke kendte Pauly p&aring; n&aelig;rmeste hold, fik ikke helt fanget hans &aring;ndelige betydning. Det kommer sig at, at han var et beskedent og stille menneske, der ikke skubbede sig frem, men dog n&aring;r man var sammen med ham altid var den inspirerende og givende part.</p>

<table border="1" width="100%">
<tr>
	<td align="center"><img src="Billeder/Astrowerkstatt um 1904.jpg" border="0" width="620" height="459" alt="Astrowerkstatt um 1904" /></td>
	<td align="center"><img src="Billeder/Max Wolf.jpg" border="0" width="191" height="297" alt="Max Wolf" />
  </td>
</tr>
<tr align="left">
	<td><center>Paulis astronomiske v&aelig;rksted, ca. 1904</center></td>
	<td><center>Max Wolf, direkt&oslash;r for observatoriet p&aring; Heidelberg-Königstuhl</center></td>
</tr>
</table>

<p><font size="-1">K&ouml;nigstuhl juli 1918. Max Wolf</font></p>

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<a name="Redegoerelse"></a>
<div style="text-align:center"><h3>Redeg&oslash;relse vedr&oslash;rende Urania-objektivet</h3></div>
<em><div style="text-align:center">Af Diplom-Astronom Hans G. Beck, Jena.</div></em>

<p>The story of the free gift of glass disks by Otto Schott to [Victor] Nielsen can be explained easily: When Scott started his work in Jena at the Glass Laboratories in 1884 he worked out a program to examine all possible varieties of combination of minerals. He executed a great number of tests, hundreds and hundreds. Because of the small sizes of the micro[scope] optics and the requirement for a prism to check the dispersion properties, the amount of glass for each test was not high.</p>
<p>However, it is recorded that Ernst Abbé, who was very much familiar with the work of Fraunhofer, proposed to Schott to smelt larger quantities for glasses that might be used for telescope optics. He suggested further to pour the glass fluid into a "form" of a cylindrical disk instead of a block of glass. By doing this Scott must have made a number of glass disks, but nobody in Jena had special experience in grinding and polishing larger sizes of lenses with high accuracy.</p>
<p>Ernst Abbé sent in 1866 his assistant Cars Czapski to Carl Bamberg, who was an apprentice of Carl Zeiss, and who made astronomical equipment in a workshop in Friedenau near Berlin. Czapski calculated two objectives, that were made at Bambergs workshop. But the glasses used, phosphorcrown and baratflint, were sensitive to the influence of the atmosphere. At that time Max Pauly used the new Jena glasses before he joined Zeiss in 1897.</p>
<p>Thus it is explained why the mounting of the lens shows no number. There is a further objective by Max Pauly in Frankfurt a. Main at the observatory of the Physikalischer Verein.</p>
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    <div style="text-align:center">
    <a href="Urania-historie.htm#1897"><img src="Billeder/Up-hand.gif" border="0" width="12" alt="Retur!" /></a>
    </div>
     <p><img alt="----" align="middle" border="0" src="Billeder/RainbowLine.gif" width="100%" height="5" /></p>

    <p align="center">
    <a href="http://validator.w3.org/check?uri=referer">
    <img src="Billeder/valid-xhtml10.png" alt="Valid XHTML 1.0 Transitional" height="31" width="88" /></a>
    </p>

    </td>
  </tr>
</table>
  
<!-- WebWriter AutoDato -->Opdateret den 10.02.2008<!-- WW -->
</body>
</html>
